AngelWoche - Deutsche Sportfischer Zeitung


News 25.06.2015

3.000 Kilometer – mit einem Kajak durch die Nordwestpassage

Raphaël Domjan hat Großes vor! Der Eco-Adventurer will in diesem Sommer die Nordwestpassage vom Pazifik zum Atlantik im Kajak durchqueren. Angetrieben wird sein Kajak von dem Torqeedo Elektromotor Ultralight 403.

Bereits im Mai 2012 sorgt Raphaël Domjan international für Schlagzeilen. Dem Schweizer gelingt mit dem ausschließlich von Solarenergie angetriebenem Katamaran „Planet Solar“ erstmals eine Weltumrundung. Sein jüngstes Projekt nun: die Durchquerung der Nordwestpassage. Über 3.000 Kilometer liegen vor Raphaël Domjan, der von der Extremsportlerin Anne Quéméré begleitet wird. Es ist damit die erste Solar-Expedition durch die legendäre Nordwestpassage. Der 43-Jährige nimmt mit seiner Expedition „SolarArcticPassage“, die von dem norwegischen Forscher Roald Amundsen im Jahr 1895 entdeckte Route.

 

Das gesetzte Ziel: 100 Kilometer am Tag

 

Eine Solar-Expedition ausgerechnet durch die Arktis? Die Sonneneinstrahlung ist hier wesentlich geringer als an allen anderen Punkten der Erde. Genau deshalb will Raphaël Domjan die Expedition hier durchführen. Er möchte zeigen, dass solar-elektrische Fortbewegung an jedem Ort der Welt funktioniert. Neben den Nachteilen hinsichtlich der Sonneneinstrahlung hat die Arktis aber auch einen wichtigen Vorteil für Solarenergie: In den Sommermonaten ist es am nördlichen Polarkreis täglich über 20 Stunden hell, im besten Fall scheint sogar die Sonne. Die auf der überschaubaren Fläche des Kajaks gewonnene Solarenergie ist dennoch äußerst kostbar.

 

Aus diesem Grund hat sich Raphaël Domjan für den leichten und hocheffizienten Antrieb Ultralight 403 des Starnberger Hightech-Anbieters Torqeedo entschieden. Mit einem Gewicht von gerade einmal sieben Kilogramm inklusive Batterie ist der Ultralight der leichteste Serien-Außenborder der Welt. Gleichzeitig wandelt er begrenzte Solarenergie äußerst effizient in Vortriebsleistung um.

Die Expedition „SolarArcticPassage“ startet im Juni 2015. Bis zu 100 Kilometer will Raphaël Domjan dann täglich mit seinem elektrisch angetriebenen Kajak zurücklegen. Die auf dem Kajak montierten Photovoltaik-Module speisen die Lithium-Batterien des Ultralight. Von diesen bezieht der Motor wiederum seine Energie.

 

Durch ein Labyrinth aus Eis

Ausgangspunkt der Solar-Expedition ist die kleine kanadische Ortschaft Tuktoyaktuk. Vor den Abenteurern liegt dann eine Strecke von über 3.000 Kilometern durch eine unwirtliche Gegend. Die Temperaturen erreichen auch in den Sommermonaten oft nur Werte um den Gefrierpunkt, nicht selten mit Regen und Schneefall. Eisberge und freischwimmende Eisschollen können Kajak und Motor beschädigen und nicht zuletzt leben hier Eisbären. Rund 14 Stunden am Tag muss Raphaël Domjan sein Kajak durch das Labyrinth aus Eis manövrieren – eine enorme Herausforderung. Dennoch, der Abenteurer will die Nordwestpassage als erster in einem elektrisch angetriebenem Kajak durchfahren und spätestens im September 2015 die Siedlung Pond Inlet erreichen.

 
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